Dubai Geschichte

Kanone Dubai Geschichte
Kanone Dubai Geschichte / ©Far700/depositphotos.com

Dubai, vom Sumpfgebiet zur futuristischen Weltmetropole

Die Stadt am Persischen Golf nimmt bereits 3000 vor Christus ihren Anfang. Ausgetrocknete Mangrovensümpfe boten nomadischen Siedlern die Möglichkeit, sich mit ihren Vieherden in der Nähe von Oasen anzusiedeln. Sie betrieben traditionelle Ackerwirtschaft und bauten Dattelpalmplantagen an.

Durch die Nähe zu den Oasen war es möglich Brunnen zu bauen und Wasser für die Plantagen zu gewinnen. Die Art der Landwirtschaft ermöglichte den Siedlern eine gute Einnahmequelle und sorgte für den Lebensunterhalt.

Mit dem voranschreiten der Geschichte entwickelten sich die Fischerei und die Perlenzucht. Im Jahr 1508 schrieb ein italienischer Perlenhändler in seinem Tagebuch von einer emsigen Stadt die Allerlei Handel betrieb. Dieses emsige Treiben fand auf sogenannten Souks statt. Hier wurden Waren zum Verkauf angeboten und es wurde lebhaft über den Preis verhandelt.

Souk in Dubai
Souk in Dubai / Bild: Arne Müseler CC BY-SA 3.0 de

Souks sind traditionelle Märkte mit typischen engen Gassen und einer Überdachung ,die vor der direkten Sonne schützen. Heute gehören sie zum Kulturerbe und es ist immer ein ganz besonderes Erlebnis auf diesen Märkten zu stöbern. Nach wie vor ist es Brauch, den Preis zu verhandelt. Akzeptiert man den Preis sofort, gilt das als unhöflich.

Um das Jahr 1500 begannen die Portugiesen mit ihren Eroberungen in der Golfregion. Sie übernahmen die Herrschaft über den Seehandel und bauten in den eroberten Gebieten imposante Festungsanlagen zu ihrem Schutz.

Ab dem 17. Jahrhundert wechselten sich die Eroberer ab, Holländer, Franzosen und Briten. Lange setzten sich die Landsleute gegen die Eroberer zu Wehr. Besonders die Bewohner an der Küste hatten unter den ständigen Bedrohungen zu leiden. Es waren letztendlich die Briten, die ihre Position und Macht verstärken konnten. Sie richteten in verschiedenen Siedlungen Außenposten ein, um mit den Stämmen und deren Anführern eine Verbindung aufzubauen.

1793 siedelte sich der Stamm Bani Yas in Abu Dhabi an. Die Legende besagt, dass eine gejagte Gazelle den Stammesjägern den Weg zu einer Wasserquelle wies. An dieser Stelle ließ sich der Stamm nieder und übte fortan eine politische Macht aus.

In den darauffolgenden Jahren brachen immer wieder Kriege zwischen den ansässigen Stämmen aus. An dieser Stelle mischten sich die Briten ein und handelten im Jahr 1820 einen Seefriedensvertrag aus. Bekannt wurde dieser Seefriedensvertrag als „Trucial Coast“.

1833 ließ sich Scheich Maktoum Bin Buti Al Bu Falasah am Dubai Creek nieder und erklärte die Unabhängigkeit Dubais. Großbritannien übernahm die Außenpolitik sowie den Schutz der einzelnen Stämme auf der Halbinsel. Im Ausland wurden die Scheichtümer durch die Briten vertreten und auf der Halbinsel schätzte man die politischen Ratschläge der Eroberer.

Ab dem 19. Jahrhundert erlangte Dubai wieder einen wirtschaftlichen Aufschwung. Die Perlentaucherei erlebte einen enormen Boom und 1904 wurde Dubais Hafen zum Freihafen erklärt. So wurde die Wirtschaft weiter angekurbelt.

Nach wie vor ist Dubai ein wahres Steuerparadies. Dadurch wurde der Hafen zum wichtigsten Handelsplatz der Stadt. Dieser Aufschwung lockte viele Menschen aus dem In- und Ausland an. Perlen waren das wichtigste Handelsgut und Dubai wuchs rasant zu einer großen Stadt. Bis zur Weltwirtschaftskrise 1929.

Den Japanern gelang es künstliche Perlen herzustellen, was zu einem kompletten Einbruch des Handels und einem Einsturz in der Perlenindustrie führte. Die Wirtschaft brach zusammen und Lebensmittel wurden knapp. Durch die Ereignisse des 2. Weltkrieges wurde die Situation nur noch verschlimmert.

Neue Hoffnung machte die Entdeckung von Ölquellen. Zuerst im Ausland, ab 1969 auch in Dubai. Das Erdöl förderte die Entwicklung der Wirtschaft und hatte große Auswirkungen auf die Lebensart.

Es folgte ein weiterer geschichtlicher Höhepunkt. Großbritannien zog sich aus der Golfregion zurück. Am 02. Dezember 1971 schlossen sich sechs Shaiktümer, darunter Abu Dhabi und Dubai, zu den Vereinigten Arabischen Emiraten zusammen. 1972 trat Ras al-Khaimah als siebenter Staat dazu.

Enorme Bauprojekte prägen heute die Landschaft Dubais. Der Bau des Burj Al Arab ist bekannt für seine Segelform und soll an arabische Boote erinnern.

Nicht zu übersehen ist das höchste Gebäude der Welt, der Burj Khalifa. Die Turmspitze liegt in der beeindruckenden Höhe von 829 Metern. Um die Aussicht auf der Plattform zu genießen, sollte man schwindelfrei sein. Viele Bauprojekte der Superlative lassen sie in der Megacity bewundern

Dubai hat sich zu einer lebhaften Stadt mit einer tadellosen Infrastruktur entwickelt. Der Tourismus blüht und viele internationale Großbetriebe haben ihren Hauptsitz in dieser Stadt. Dubai lebt eine offene und tolerante Kultur. Es herrscht Religionsfreiheit und eine ausgeprägte Willkommenskultur.