Ist es gefährlich nach Dubai zu reisen?

Business Man Dubai
Business Man Dubai / ©oneinchpunch/depositphotos.com

Etwas zum Thema Sicherheit in Dubai

Dubai und die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) gehören im Grunde genommen zu den sichersten Reisezielen auf der ganzen Welt. Die üblichen Vorsichtsmaßnahmen gelten jedoch nach wie vor: Wertsachen und Dokumente bewahrt man im Hotelsafe des Zimmers auf. (Alleinreisende) Frauen sollten Blickkontakt mit arabischen Männern und anlächeln grundsätzlich unterlassen, da dies zu kompromittierenden Situationen führen kann.

Dubai ist kein Reiseziel für Homosexuelle, doch sofern man den örtlichen Sittenkodex respektiert und öffentliche Zärtlichkeiten meidet, sind keine Probleme zu erwarten. Ein gemeinsames Hotelzimmer ist in Ordnung, doch seien Sie sich klar, dass homosexueller Verkehr nach den Gesetzen der VAE verboten ist.

Wichtige Verhaltensregeln für Dubai

Gehe Respektvoll und mit Wertschätzung durch das Land

Trotz aller Modernität ist Dubai ein mehr oder weniger arabisch geprägtes und muslimisches Land. Religion, Kultur, Gebräuche und Mentalität der Emirater (und die vieler anderer Einwohner) sind nicht wie in Europa. In puncto Kleidung ist es wichtig, dass Männer und Frauen trotz der hohen Temperaturen das muslimische Anstandsgefühl nicht verletzen, indem sie in der Öffentlichkeit zu viel Haut zeigen. In öffentlichen Bereichen sollten Schultern, Bauchnabel und Knie besser bedeckt sein, was zudem vor Sonnenbrand schützt. In Clubs geht es sexier zu.

Wem der Sinn danach steht, in der Öffentlichkeit mit seinem “Schatzi” zu knutschen, der wird zumindest sicherlich Anstoß erregen, und dies könnte sogar einen Strafzettel samt Verwarngeld nach sich ziehen. Mit noch höherer Wahrscheinlichkeit wird dies bei Zuwendungen homosexueller Partner passieren.

Achtung beim Fotografieren

Beim Fotografieren oder Filmen von Menschen ist Höflichkeit oberstes Gebot. Für Muslime, die den Koran streng interpretieren, ist die Abbildung von Menschen in jeglicher Form verboten. Daher bitte niemanden porträtieren, ohne ihn gefragt zu haben – dies gilt insbesondere bei emiratischen Frauen! Je nach Fall kann dies Ärger nach sich ziehen. Doch in der heutigen Smartphone-Zeit sehen es viele mit dem Bilderverbot nicht so eng und außerdem hängen überall die riesigen Porträts ihrer Herrscher. Immer wieder posieren Familien vor Brunnen oder in Parkanlagen, Inder und Pakistanis lassen sich meist gern fotografieren.

Welche Strafen erwarten dich in Dubai

Gefängnisstrafen sind bei respektlosem Verhalten gegenüber der Regierung, dem Staatssystem, Staatssymbolen und dem Islam möglich. Gefängnis droht des Weiteren auch beim Zeigen des Stinkefingers, beim Oben-ohne-Baden für Damen, beim unten herum entblößt Sonnen für Herren und beim öffentlichen Liebesspiel.

Wer außerhalb von den lizenzierten Bars oder Restaurants in der Öffentlichkeit Alkohol konsumiert oder offensichtlich betrunken durch die Stadt spaziert, muss im Prinzip mit einer Geld- oder Freiheitsstrafe rechnen. Man darf keinesfalls mit auch nur einem verschwindend geringen Promillesatz Auto fahren! Für Drogendelikte wird mitunter sogar die Todesstrafe verhängt.

Strikt vermieden werden sollte das Knipsen von Herrschersitzen, Staatsgebäuden und Flughäfen.

Das solltest du über die Islamische Religion wissen

Der Islam ist im Wesentlichen in Dubai Staatsreligion. Doch Zuwanderer anderen Glaubens erleben hier multikulturelle Toleranz und dürfen ihre Religion ohne Beschränkung ausüben.

In Dubai recken sich die Minarette der Moscheen in den Himmel, von denen fünfmal täglich der Ruf des Muezzin zum Gebet ertönt. Hier bilden islamische Religion und Gebräuche ein wohlgehütetes Zentrum des täglichen Lebens,

Moscheen und deren Imame werden staatlich subventioniert sowie oft großzügig mit privaten Zuwendungen bedacht. Aber auch nicht muslimische Glaubensgemeinschaften können beim Staat die Einrichtung von Andachtsstätten beantragen. Beten kann hier jeder nach seiner Fasson, lediglich die Verbreitung religiöser Schriften ist dem Islam vorbehalten.

Als Reaktion auf die durch islamistische Extremisten provozierte teils Dämonisierung des Islam in einigen westlichen Medien ist man in Dubai bemüht, Fehlurteile über muslimische Lebensart und ihre religiösen Wurzeln zu korrigieren. So bietet das Sheikh Mohammed Centre for Cultural Understanding in Bastakiya Führungen in Moscheen an, bei denen man vieles über den Islam erfährt und Zeuge eines Gebetsrituals wird.

Zollbestimmungen

Gestattet ist die Einfuhr von max. 400 Zigaretten (bzw. Zigarren, 2 kg Tabak) und 2 Liter Alkoholika. Bei der Rückkehr in die EU erlaubt sind 200 Zigaretten sowie 1 l Spirituosen sowie Waren im Wert bis 430 Euro.

Sie erreichen Dubai im Übrigen von Deutschland aus mit etwa 70 wöchentlichen Direktflügen.